FIEGE verleiht Umweltpreis an Grundschulen im Münsterland

Gruppenfoto der Hauptpreisträger:innen beim FIEGE Umweltpreis vor dem Gebäude der Davertschule in Münster-Amelsbüren.

Das Familienunternehmen FIEGE hat wieder Grundschulen in Münster und Greven mit dem Umweltpreis ausgezeichnet. Der Preis, den die unternehmenseigene Josef Fiege Stiftung im Jahr 2022 ins Leben gerufen hat, ehrt Schülerinnen und Schüler, die sich gemeinsam mit ihren Lehrkräften für Nachhaltigkeit und Umweltschutz starkmachen.

Kleine Klimaschutzheldinnen und -helden gesucht und gefunden: Der Logistikdienstleister FIEGE hat zum vierten Mal den Umweltpreis an Grundschulen im Münsterland verliehen. Die Auszeichnung richtet sich an Schulen, die im Rahmen besonderer Initiativen das Umweltengagement und Nachhaltigkeitsbewusstsein ihrer Schülerinnen und Schüler fördern. Den ersten Preis, der mit 1.000 Euro dotiert ist, sicherte sich die Davertschule in Münster-Amelsbüren mit einem Jahreszeiten-Gartenkalender. Auf dem zweiten Platz mit einem Preisgeld von 500 Euro folgte die Grundschule am Kinderbach in Münster-Kinderhaus mit einem Wildnis-Projekt. Für den geteilten dritten Platz gingen jeweils 250 Euro an die Katholische Grundschule St. Josef (Gestaltung eines Rezeptbuchs) und die Martin-Luther-Grundschule (Anlegen einer Schmetterlingswiese) in Greven. Neben dem Preisgeld erhielten alle vier Schulen auch einen Besuch im MExLab ExperiMINTe, mit dem die Josef Fiege Stiftung regelmäßig zusammenarbeitet. 

„Ich bin jedes Jahr aufs Neue beeindruckt, wie vielfältig und tiefgründig sich die Kinder schon in jungen Jahren mit Themen wie Klimawandel, Naturschutz, Flora und Fauna sowie ökologischer Verantwortung auseinandersetzen. Von ihrer Begeisterung können wir Erwachsene uns definitiv noch eine Scheibe abschneiden“, sagt Frank Sievers, der gemeinsam mit Martina Schlottbom, Kai Alfermann und Christoph Mangelmans den Vorstand der Josef Fiege Stiftung bildet. „Wir hoffen, dass wir mit dem Umweltpreis dazu beitragen können, das beeindruckende Engagement der Schülerinnen und Schüler sowie ihrer Lehrkräfte angemessen zu würdigen. Und wir wünschen uns, dass sich viele Nachahmerinnen und Nachahmer finden, die sich genauso entschlossen für unsere Umwelt einsetzen.“

Gruppenfoto der Hauptpreisträger:innen beim FIEGE Umweltpreis vor dem Gebäude der Davertschule in Münster-Amelsbüren.

„Die Jahresuhr steht niemals still“: Die Schülerinnen und Schüler der Davertschule in Münster-Amelsbüren haben einen Jahreszeiten-Kalender gestaltet, für den sie mit dem ersten Platz beim FIEGE Umweltpreis ausgezeichnet wurden. (Foto: FIEGE)

Gruppenfoto des Wildnis-Projekts der Grundschule am Kinderbach in Münster-Kinderhaus.

Hoch die Hände, grüne Wende: Die Schülerinnen und Schüler des Wildnis-Projekts der Grundschule am Kinderbach in Münster-Kinderhaus freuten sich über den zweiten Platz beim FIEGE Umweltpreis. (Foto: FIEGE)

Gruppenfoto der Schüler:innen der Katholischen Grundschule St. Josef aus Greven.

Anwärterinnen und Anwärter für einen Michelin-Stern: Die Katholische Grundschule St. Josef in Greven sicherte sich mit ihrem Rezeptbuch „Klimateller der Josefkids“ den geteilten dritten Platz beim FIEGE Umweltpreis. (Foto: FIEGE)

Gruppenfoto der Schüler:innen der Martin-Luther-Grundschule in Greven.

Metamorphose durchgemacht: Die Erstklässlerinnen und Erstklässler der Martin-Luther-Grundschule in Greven untersuchten in ihrem Biodiversitätsprojekt die Verwandlung von Raupen zu Schmetterlingen und erreichten damit den geteilten dritten Platz beim FIEGE Umweltpreis. (Foto: FIEGE)

Über 50 Grundschulen im Münsterland konnten sich im vergangenen Jahr für den Umweltpreis bewerben. Besonders heraus stach die Davertschule in Münster-Amelsbüren mit ihrem Jahreszeiten-Kalender. Das Projekt führte die Schülerinnen und Schüler an die Themen Natur, Jahreszeiten und Gartenarbeit heran. Dabei gestalteten die Kids einen Jahreszeiten-Gartenkalender, erstellten eine Kalenderserie zum Abheften und kochten mit im Garten geerntetem Obst und Gemüse. Tatjana Salienko, die das Projekt gemeinsam mit ihrer Kollegin Victoria Haubrich auf die Beine gestellt hat, erzählt: „Unser Ziel war es, den Kindern zu vermitteln, wie sich die Natur im Laufe des Jahres verändert, welche Zusammenhänge es zwischen Jahreszeiten, Wetter und Pflanzenwachstum gibt und welche Pflanzen wann gesät, gepflegt und geerntet werden können.“ So konnten die Schülerinnen und Schüler nicht nur ein Bewusstsein für den Jahreskreislauf entwickeln, sondern sich auch mit der Natur und den in ihr lebenden Pflanzen und Tieren vertraut machen. „Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung der Josef Fiege Stiftung. Das Preisgeld wird uns dabei helfen, auch weiterhin solche besonderen Projekte an unserer Schule umzusetzen.“ 

Den zweiten Platz sicherte sich die Grundschule am Kinderbach in Münster-Kinderhaus mit ihrem Wildnis-Projekt. Angeleitet von zertifizierten Wildnis-Pädagoginnen und -Pädagogen verbringen die vierten Klassen einmal pro Monat einen Vormittag im Wald. Harald Holtwick, Leiter der Grundschule am Kinderbach, sagt: „Die Schülerinnen und Schüler lernen auf diese Weise heimische Tier- und Pflanzenarten kennen, beobachten die sie umgebende Natur und schulen ihre Fähigkeiten im Fährtenlesen.“ Auch Abenteuerspiele, gemeinsames Singen und Geschichten vorlesen stehen mit auf dem Programm. „Wir möchten den Kindern einen Bezug zur Natur vermitteln und achtsames Handeln fördern. Und wir freuen uns sehr, dass wir damit auch die Jury der Josef Fiege Stiftung überzeugen konnten.“ 

Auf dem geteilten dritten Platz landete zum einen die Katholische Grundschule St. Josef aus Greven, deren Schülerinnen und Schüler sich während ihrer Projekttage intensiv mit dem Zusammenhang von Klimaschutz und Nahrung auseinandergesetzt haben. Anja Brockfeld, Klassenleiterin der 4c, berichtet: „Wir haben uns klimafreundliche Gerichte überlegt und diese gemeinsam in der Schule gekocht und getestet. Dafür hat sich jede Klasse einen eigenen Themenschwerpunkt überlegt. Das Ergebnis unseres Projekts ist der ‚Klimateller der Josefkids‘, ein vielseitiges Rezeptbuch, das alle getesteten Rezepte enthält.“ Ebenfalls mit dem dritten Platz ausgezeichnet wurde die Grevener Martin-Luther-Grundschule. Dort haben Erstklässlerinnen und Erstklässler während eines Biodiversitätsprojekts die Entwicklung von Raupen zu Schmetterlingen näher beobachtet und auf dem Schulgelände eine Schmetterlingswiese angelegt. Klassenleiterin Barbara Schulze-Mastrup sagt: „Mit unserem Projekt haben wir die Kinder dafür sensibilisiert, wie wichtig die Erhaltung von Lebensräumen und der Schutz von Biodiversität für unseren Planeten ist. Wir hoffen, dass wir durch die praktischen Naturerfahrungen bei unseren Schülerinnen und Schülern einen bewussten Umgang mit unserer Umwelt fördern konnten.“