Effiziente MedTech-Logistik für Dräger: Wie FIEGE die globale Distribution optimiert

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Wenn Technologie Leben schützt, kommt es auf jedes Detail an. Dräger steht seit Jahrzehnten für Lösungen, die in kritischen Momenten zuverlässig funktionieren. Damit diese weltweit verfügbar sind, braucht es eine Logistik, die ebenso präzise arbeitet. Gemeinsam mit FIEGE verbindet Dräger technologische Exzellenz mit effizienten Supply-Chain-Prozessen – und schafft so die Grundlage für Versorgungssicherheit auf höchstem Niveau.

Highlights auf einen Blick

  • Die weltweite Versorgung mit Medizin- und Sicherheitstechnik erfordert höchste Präzision: Vom International Distribution Center in Zülpich aus steuert FIEGE für Dräger die Logistik in 160 Länder – oft unter zeitkritischen Bedingungen bis auf die Intensivstation.
     
  • Seit 2021 vertrauen Dräger und FIEGE auf eine enge Partnerschaft, um komplexe Logistik effizient zu gestalten. Gemeinsam stellen sie sicher, dass Geräte und Ersatzteile zuverlässig dort ankommen, wo sie dringend benötigt werden.
     
  • Kontinuierliche Verbesserung als gemeinsames Prinzip: Durch Lean Management und strukturierte Prozesse optimieren beide Unternehmen ihre Abläufe stetig – von der Digitalisierung der Zollabwicklung bis hin zur weiteren Automatisierung.

Als Steve Jobs einst der Prototyp des iPads präsentiert wurde, soll sich der Apple-Gründer beschwert haben, dass das Gerät zu groß sei. Auf den Hinweis eines Ingenieurs, dass es kleiner nicht gehe – so die Erzählung –, habe Jobs das Tablet kurzerhand in einem Aquarium versenkt und gesagt: „Ich sehe Luftblasen, es ist also noch Platz. Macht es kleiner!“ Das sprudelnde iPad steht bildhaft für einen ganz zentralen Punkt des Lean-Denkens: Verschwendungen jeglicher Art zu vermeiden und unser gemeinsames Handeln Tag täglich aufs Neue zu hinterfragen.

Bei FIEGE in Zülpich treiben René Böhmer, Director Operations & Operational Excellence im FIEGE Geschäftsbereich Healthcare, und das Standort-Team den Lean-Gedanken täglich voran. Böhmer sagt: „Aufgrund der vielen Vorschriften ist Healthcare-Logistik so ziemlich das Anspruchsvollste, was die Branche zu bieten hat. Jede Abwicklung hat ihre eigenen Herausforderungen.“ Auch der Hochlauf für Dräger, der im Dezember 2021 mit der Einlagerung der ersten Lkw-Ladung begann, sei sehr komplex gewesen, erklärt Böhmer. „Unser Kunde hat uns das Vertrauen und die nötige Zeit geschenkt, um uns auf das Projekt einzustellen. Dafür waren und sind wir sehr dankbar.“

Weltweiter Versand bis ans Krankenbett

Heute, rund vier Jahre später, ist alles eingespielt, die Prozesse laufen reibungslos und sehr stabil. Aus dem IDC in Zülpich verschickt FIEGE für Dräger Medizin- und Sicherheitstechnik an Gesundheitseinrichtungen sowie Industriekunden in 160 Länder. Sebastian Krause, Director Market Fulfillment & Global Distribution bei Dräger, erklärt die Bandbreite: „Wir haben zum Beispiel vielfältige Sicherheitsausrüstung für Feuerwehr, Rettungsdienst und Co. im Sortiment. Wir lagern in Zülpich aber auch Ersatzteile und Service-Kits, beispielsweise für Beatmungs- und Anästhesiegeräte, die bei Reparaturbedarf kurzfristig auf der Intensivstation benötigt werden. Da geht es dann tatsächlich um Leben."

Beatmungsgerät mit Monitor

Die Aufgabe erfordert ein hohes Maß an Sorgfalt und Präzision – und Dräger und FIEGE schaffen es, die Abläufe immer noch ein bisschen weiter zu optimieren. Grund dafür sei das partnerschaftliche Verhältnis – und das permanente Streben nach Verbesserung, das die beiden Unternehmen vereine, sagt Krause. „Bei Dräger legen wir großen Wert auf die kontinuierliche Lean-Transformation unseres Unternehmens, um die Zuverlässigkeit, die Effizienz und die Serviceleistung stetig weiter zu steigern. Das betrifft die Produktion, aber natürlich genauso unsere Logistik.“

Wir freuen uns sehr, in FIEGE einen Partner mit dem gleichen Mindset gefunden zu haben.
Sebastian Krause
Director Market Fulfillment & Global Distribution bei Dräger

Schritt für Schritt zu mehr Effizienz

Tatsächlich spielen Operational Excellence und Lean Management auch bei FIEGE eine wichtige Rolle, um größtmöglichen Mehrwert für die Kunden zu generieren. Böhmer beschreibt das Erfolgsgeheimnis der Partnerschaft mit Dräger wie folgt:

Absolute Ehrlichkeit und volle Transparenz – es ist eine Zusammenarbeit mit stets offenem Visier. Wenn wir Prozessfehler feststellen, geht es nicht um Schuldzuweisungen, sondern nur darum, gemeinsam mit unserem Kunden die bestmögliche Lösung zu finden.
René Böhmer
Director Operations & Operational Excellence im FIEGE Geschäftsbereich Healthcare

Um den Kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) zu begünstigen, haben Dräger und FIEGE eine gemeinsame Methode und regelmäßige Meetings etabliert. „In den wöchentlichen KVP-Terminen und in den Quarterly Business Reviews besprechen, bewerten und priorisieren wir Stellschrauben, an denen wir drehen können“, erklärt Böhmer. An vielen Schnittstellen sei das Konzept bereits aufgegangen: „Die Zollabwicklung zum Beispiel war früher produktionsbedingt noch sehr papierintensiv. Das haben wir erheblich optimiert, sodass wir digitaler, schneller und effektiver arbeiten können.“ 

Gemeinsame Vision, gemeinsamer Auftritt

Die Erfolge seien messbar, sagt Böhmer: „Auf dem FIEGE Lean-Aktivitäts-Index haben wir uns im vergangenen Jahr um 41 Prozent verbessert. Mit einem Gesamtergebnis von 94 Prozent zählen wir innerhalb der FIEGE Welt zu den Top-Standorten.“ Und die nächsten Projekte liegen schon in der Pipeline: So soll beispielsweise der Lager- und Prozess-Bereich durch eine raumoptimierende Layoutplanung an die aktuellen Bedürfnisse von Dräger angepasst werden – es ist ein Ergebnis des regelmäßigen Austausches beider Teams.

Standort Zuelpich

Auf unserem Healthcare-Campus in Zülpich, der mit einer Platin-Medaille von EcoVadis ausgezeichnet ist, stehen zwei Multi-User-Center mit über 100.000 Quadratmetern Logistikfläche zur Verfügung.

Auch gemeinsame Automatisierungskonzepte, etwa im Bereich Verpackung, haben Dräger und FIEGE auf der Agenda. Sebastian Krause erklärt: „Letztlich geht die Lean-Reise nie zu Ende, denn Potenzial für weitere Verbesserungen findet man immer. Vor allem, wenn man so eng zusammenarbeitet wie wir.“ Ob Qualität, Geschwindigkeit, Effizienz, Nachhaltigkeit, Sicherheit oder Resilienz: Alle Themen kommen auf den Tisch. „Wir identifizieren uns sehr mit der Partnerschaft und haben deshalb ein Co-Branding entwickelt, um diesen Zusammenhalt auch nach außen zu dokumentieren“, sagt Krause – viel besser kann man den gemeinsamen Fortschritt wohl kaum sichtbar machen.

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