Von Plattform-Ökonomie bis zu Exoskeletten: Spannender Austausch beim Innovationstag in Hamburg

Digitalisierungsexperte Dr. Holger Schmidt hält Keynote-Rede

Hamburg, 12. Dezember 2019. Datenbrillen, Exoskelette oder Kommissionier-Handschuhe – Innovationen zum Anfassen sind den Besuchern des Fiege Innovationstages in Hamburg präsentiert worden. Dazu gab es spannende Vorträge zum Thema Robotik, der richtigen Verarbeitung von Big Data sowie zur wachsenden Bedeutung von Plattformökonomie für die Wirtschaft. Zu der Kundenveranstaltung Ende November kamen mehr als 50 interessierte Zuhörer, die auch die Chance nutzten, auf die Fläche zum Praxistest zu gehen. „Wir haben den Innovationstag nach positiven Rückmeldungen aus dem letzten Jahr zum zweiten Mal in Hamburg ausgerichtet und wollten unseren Kunden wieder die Möglichkeit geben innovative Lösungen live zu erleben“, sagt Stefan Küster, der die Fiege-Niederlassung Hamburg leitet.

Plattformen als dominantes Geschäftsmodell

Der renommierte Digitalisierungsexperte Dr. Holger Schmidt referierte zum Thema Plattform-Ökonomie. Plattformen haben sich als dominantes Geschäftsmodell der B2C-Welt etabliert. Schon zehn Prozent des globalen Bruttoinlandsproduktes werden heute auf Plattformen erwirtschaftet, ein immer größerer Teil der Wertschöpfung werde vom Plattformbetreiber generiert und nicht vom Produzenten. Die gleichen Modelle werden nun auch im B2B-Handel oder in der Industrie eingesetzt. Amazon Business, Alibaba oder Indiamart heißen die digitalen Angreifer aus Amerika oder Asien. Deutschland hält mit Industrie-Plattformen dagegen. Siemens Mindsphere oder Adamos heißen laut Dr. Schmidt die heimischen Hoffnungsträger. „Wer auch immer das Rennen machen wird: Die Vorteile der Plattformen gegenüber klassischen Pipeline-Unternehmen sind erdrückend“, sagt Dr. Holger Schmidt. In den kommenden Jahren, schätzt das renommierte Massachusetts Institute of Technology, könnten bis zu 40 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsproduktes auf Plattformen erwirtschaftet werden.

Innovative Pilotprojekte vorgestellt

In der Folge wurden den Besuchern des Innovationstages neue Trends der Logistik anhand von Lösungen vorgestellt, die bei Fiege in Pilotprojekten getestet werden. Felix Benak vom Robotik-Start-up Magazino aus München sprach über den Einsatz von verschiedenen Robotern in der Logistik. Am Fiege-Standort in Ibbenbüren haben Fiege und Magazino gemeinsam den wahrnehmungsgesteuerten Kommissionier-Roboter Toru zur Marktreife gebracht. Die Roboter arbeiten parallel zum Menschen und lagern Schuhe ein und aus.

Jens Ritscher und Agostino Pugliese referierten über die Datenbrillen von Picavi sowie Exoskelette und Kommissionierhandschuhe. Die Fiege-Mitarbeiter haben leitende Funktionen bei den Pilotprojekten Pick-by-vision im Industrielogistikstandort Worms und der Nutzung von Exoskeletten in Mönchengladbach. „Unsere Mitarbeiter haben eine Zeitersparnis von bis zu zehn Prozent erreicht“, so Ritschers positives Fazit. Über das Datenbrillen-Display wird der Kommissionierer im Lager Schritt für Schritt durch seinen Auftrag geführt, indem Picavi die Daten modelliert und in Echtzeit übermittelt. Die Besucher in Hamburg konnten die Datenbrillen und Exoskelette sowie die Kommissionier-Handschuhe selbst aufsetzen und den Einsatz testen.

Big Data, Omnichannel und Generation Y

Professor Reiner Kurzhals vom Westphalia DataLab aus Münster hielt einen Vortrag zur Bedeutung der Verarbeitung von großen Datenmengen und wie man sie nutzbar macht. Fiege und ein Team aus Wissenschaftlern der Fachhochschule Münster haben das Westphalia DataLab gegründet und bieten eine automatisierte Datenanalyse an, die Unternehmen als einen abrufbaren Service nutzen können.

Ein ansprechender Onlineshop, tolle Produkte und zügige Lieferung – die Ansprüche der Kunden beim Onlinehandel sind hoch. „Fiege kümmert sich um die reibungslose Abwicklung des Onlinegeschäfts – schnell und unkompliziert. Angefangen bei der Auftrags- und Zahlungsabwicklung über das Risiko- und Kundenmanagement bis hin zur professionellen Retourenabwicklung“, referierte Christian Meierhoff aus dem Bereich Fiege Omnichannel Retail. Er stellte die Kundenlösungen von Fiege im Bereich E-Commerce vor.

Das Feedback der Besucher auf die Vorträge sei sehr positiv gewesen, meinte Rouven-Alexander Slabik: „Der wiederholt große Zuspruch auf unsere Einladung war schon ein bisschen überraschend für uns. Aber es hat Spaß gemacht, auch in diesem Jahr unseren Kunden zu zeigen, was in der Fiege-Welt für innovative Themen behandelt werden und wie sich diese entwickeln.“ Slabik arbeitet als Business Development Manager bei Fiege und hatte die Veranstaltung organisiert.  „Ich finde es gut, dass wir uns bei Fiege so stark mit dem Thema Innovation auseinandersetzen. Das spürt man bei jedem Mitarbeiter“, so Slabik. Dies spreche gerade die junge Generation an. „Bei uns werden Prozesse und Lösungen ständig hinterfragt und neue Wege gesucht. Bei uns ist es möglich etwas zu verändern und das spricht die Generation Y besonders an“, sagt Rouven-Alexander Slabik. „Wir erhalten viel Zuspruch von Bewerbern, Mitarbeitern und auch Kunden für diesen Weg.“

Über die
FIEGE Gruppe

Die Fiege Gruppe mit Stammsitz in Greven, Westfalen, zählt zu den führenden Logistikanbietern in Europa. Ihre Kompetenz besteht insbesondere in der Entwicklung und Realisierung integrierter, ganzheitlicher Logistiksysteme. Sie gilt als Pionier der Kontraktlogistik. Die Gruppe erwirtschaftete 2019 mit rund 19.000 Mitarbeitern weltweit einen Umsatz von 1,7 Milliarden Euro. Mehr als 150 Standorte und Kooperationen in 14 Ländern bilden ein engmaschiges logistisches Netzwerk. 3,3 Millionen Quadratmeter Lager- und Logistikflächen sprechen für die Leistungsfähigkeit des Unternehmens.