Möbellogistik: Vendor Managed Inventory zur Unterstützung Ihrer Supply Chain

Betten, Couchlandschaften oder gleich ganze Wohn- oder Schlafzimmer: Immer mehr Menschen bestellen ihre Möbel im Internet. Entscheidend für eine Möbelbestellung sind dabei oft nicht mehr die Ausstattungswünsche, sondern die Art und Weise der Abwicklung. Wie und in welcher Zeit gelangt das gekaufte Möbelstück zum Endkunden? Wird es bis in den vierten Stock geliefert und sogar auch aufgebaut? Die Anforderungen an Logistikdienstleister nehmen zu. Daher haben sich die Möbellogistikexperten der Fiege Schweiz darauf eingestellt und beschreiben dies in einer Beitragsreihe zum Thema Möbellogistik. Im zweiten Teil geht es darum, wie durch ein kundenorientiertes Bestandmanagement Logistikkosten gesenkt werden können und trotzdem die Warenverfügbarkeit garantiert werden kann.

Mit intelligenten Daten einen Schritt voraus

Mehr Transparenz und synergetische Datenverknüpfung sind entscheidend für eine höhere Effizienz und bringen den Ein- und Verkaufsorganisationen einen konsolidierten Überblick über den Bestand ihrer Waren im Zulauf, der Lagerung und dem Verkauf an. Dieser Anforderung geschuldet, stellt die Fiege Schweiz seinen Kunden ein webbasiertes Vendor Managed Inventory (VMI) als übersichtliches Werkzeug zur Verfügung. „Die Zukunft der Logistik wird sehr wahrscheinlich nicht mehr in der Lagerung von Waren liegen sondern eher in einer ganzheitlich optimierten Lieferkette, hin in Richtung lot size one gehen“, sagt Thomas Wusem, Head of Business Development der Fiege Schweiz.

Kundenorientiertes Bestandsmanagement

Diese Transparenz in Echtzeit ermöglicht es, zum einen nicht so viel wie möglich am Lager zu halten, und zum anderen trotzdem alle Waren verfügbar zu haben. Die Warenverfügbarkeit wird verbessert, Out-of-Stock-Situationen vermieden und die Warenpräsenz am Point-of-Sales optimiert.

„Das VMI bietet eine einfache, tabellarische Darstellung von Einkäufen, aktuellem Bestand und Bestellungen. Diese Daten stammen aus dem Warehouse Management System. Den Kunden wird dazu ein Reporting angeboten, das auf seine individuellen Wünsche angepasst werden kann. Zum Beispiel können zusätzlich ABC-Artikel, Fehlbestände, Warendrehung, Sicherheitskoeffizient, Lagerreichweite und durchschnittliche Wiederbeschaffungszeit ergänzt werden. Das System unterstützt damit die Kunden, ihre Lieferkette so zu gestalten, dass sich Kosten und Nutzen immer die Waage halten können“, sagt Wusem.

Dieses Datenangebot kann zudem an die Bedürfnisse der Kunden mit individuellen Reports, Auswertungen und Analysen angepasst werden. Wusem: „Als Logistiker sehen wir uns in der Informationspflicht und es ist unsere Aufgabe, unseren Kunden zu unterstützen, seine Lieferketten so zu designen, dass er den maximalen Vorteil aus Kosten und Nutzen erreicht.“

Saisonaler Treiber und massgeschneiderte Supply Chain Lösungen

Bei den Logistikern gehen bereits seit Dezember die Bestellungen für Balkon- und Gartenmöbel  ein. Ab Ende Februar wird der Handel dann mit diesen saisonabhängigen Möbeln bestückt. Die Herausforderung für die Logistik besteht darin, dass die Möbelstücke selbst im zerlegten Zustand kaum auf eine Palette zu stapeln sind. Aus diesem Grund ist eine fachmännische und produktorientierte Handhabung, Lagerung und Zustellung notwendig. Auch ist es wichtig zu wissen, wann wird was nachbestellt oder wie ist der Wiederbeschaffungszeitraum, um die Kosten je Teil so gering wie möglich zu halten.

Alle Daten im Blick

„Genau diese Transparenz zu schaffen ist in der Möbellogistik wichtig, weil mit Möbeln immer hohe Kosten verbunden sind. Denn in dem Bereich sind geringe Lager- und Handlingkosten letztendlich ein entscheidender Faktor in der Gesamtkostenrechnung“, fasst Wusem zusammen. Der elektronische Informationsaustausch sorgt dafür, dass notwendige Durchlaufzeiten gesenkt, Lagerbestände verringert und damit auch teure Inventuren überflüssig gemacht werden.

Deshalb sollten nicht einzelne Personen im Handel oder konkrete Aufträge im Fokus stehen. Ein Logistikdienstleister muss vielmehr einen ganzheitlichen Ansatz anbieten, der allen Beteiligten in der Lieferkette überall und jederzeit den notwendigen Überblick verschafft. Die Fiege Schweiz hat mit VMI eine Lösung für Händler, durch die alle relevanten Daten auf einen Blick ersichtlich sind.

Über die
FIEGE Gruppe

Die Fiege Gruppe mit Stammsitz in Greven, Westfalen, zählt zu den führenden Logistikanbietern in Europa. Ihre Kompetenz besteht insbesondere in der Entwicklung und Realisierung integrierter, ganzheitlicher Logistiksysteme. Sie gilt als Pionier der Kontraktlogistik. Die Gruppe erwirtschaftete 2017 mit über 12.900 Mitarbeitern weltweit einen Umsatz von 1,55 Milliarden Euro. 185 Standorte und Kooperationen in 15 Ländern bilden ein engmaschiges logistisches Netzwerk. 2,9 Millionen Quadratmeter Lager- und Logistikflächen sprechen für die Leistungsfähigkeit des Unternehmens.