Möbellogistik: Kauferlebnis mit Omnichannel-Lösungen steigern

Fiege-Möbellogistik
Immer mehr Geschäfts- sowie Privatkunden erwarten eine Lieferung inklusive Aufbau der Möbelstücke.

Betten, Couchlandschaften oder gleich ganze Wohn- oder Schlafzimmer: Immer mehr Menschen bestellen ihre Möbel im Internet. Entscheidend für eine Möbelbestellung sind dabei oft nicht mehr die Ausstattungswünsche, sondern die Art und Weise der Abwicklung. Wie und in welcher Zeit gelangt das gekaufte Möbelstück zum Endkunden? Wird es bis in den vierten Stock geliefert und sogar auch aufgebaut? Die Anforderungen an Logistikdienstleister nehmen zu. Daher haben sich die Möbellogistikexperten der Fiege Schweiz darauf eingestellt und beschreiben dies in einer Beitragsreihe zum Thema Möbellogistik. Im dritten Teil geht es darum, wie die Bedürfnisse der Endempfänger realisiert werden – unabhängig davon, ob der Point of Sale im Netz oder klassisch im Möbelhaus liegt.

Die Möbelindustrie im Wandel

Am Ende des zweiten Jahrzehntes des 21. Jahrhundert gibt es beim Shopping keine strikte Trennung zwischen analogem und digitalem Einkauf mehr. Der Point of Sale (POS) ist überall und die Konsumenten haben unzählige Möglichkeiten ihre Produkte selbst zu definieren, mitzugestalten und das zu jeder Zeit, an jedem Ort und von jedem Gerät aus. Sie erwarten das beste Einkaufserlebnis zu fairen Preisen – und dies inklusive hoher Qualitäts- sowie Servicestandards. Deshalb spielt die Warenpräsentation bei allen Verkaufspunkten eine große Rolle. Sehr verlockend ist dabei die Option, zu Hause über das Internet bequem Modelle, Farben und Preise zu vergleichen und per Mausklick in die eigenen vier Wände oder ins Möbelhaus zu bestellen.

Schon heute bieten Online-Konfiguratoren die Möglichkeit, das gewünschte Stück in der eigenen Wohnung zu betrachten. Daher wird es immer wichtiger, das Möbelstück an allen Verkaufspunkten professionell zu präsentieren, um den Käufer eine Entscheidungshilfe zu bieten. Die Erwartungshaltung der Kunden steigt und dies natürlich auch in Bezug auf die Logistik. Anlieferungen sollen zu definierten Zeiten geschehen und Lieferfristen von mehreren Wochen werden nur noch von wenigen in Kauf genommen. Die Anforderungen sind hoch, aber erfüllbar. Das Shopping- und Service-Erlebnis muss stimmen. Um das zu gewährleisten, bietet Fiege Logistiklösungen an, die auf die Kundenbedürfnisse sowie die jeweiligen Voraussetzungen des Möbelhändlers abgestimmt sind.

Omnipräsente Logistik durch  Daten

Alle Absatzkanäle werden gleichzeitig durch die Endkunden genutzt. Das bleibt wiederum nicht ohne Einfluss auf die Logistik. Um den Möbelhändler bei der Einhaltung der Kundenanforderungen unterstützen zu können, sind Lösungen erforderlich, die spezifisch auf die Kanäle abgestimmt sind. „Aufträge müssen schnell, vollständig und schadenfrei durchgeführt werden. Die Anforderungen bei Bestellungen durch Privatpersonen sind anders als bei einer Lieferung für den Showroom oder bei Lagerbestandsaufstockung des stationären Handels. Unabhängig ob on- oder offline, wir bieten unseren Kunden unser Know-how an, um ihr Supply Chain Management effizienter zu gestalten“, begründet Thomas Wusem, Head of Division Business Development der Fiege Schweiz.

Es können Schnittstellen zu den jeweiligen Systemen geschaffen werden, die unter anderem die Produktionsplanung, Lagerung, Auslieferung oder Abrechnung steuern. „Die richtigen Daten vom Endkunden und vom jeweiligen Auftrag an den Händler zu kennen, ist das A und O. Nur dann können die notwendigen Prozesse zielgerichtet in Bewegung gesetzt werden. Fiege zeichnet sich dadurch aus, dass wir eine ‚data-driven-company‘ sind. Neben dem Vendor Managed Inventory und generellen Messungen von Wareneingang, -bestand und -ausgang, bieten wir an, die Produkte mit Stammdaten wie Gewicht, Fotos, Geodaten oder weitere Informationen anzureichern. Somit ermöglichen wir dem stationären Handel durch Product Information Management (PIM) die Digitalisierung und Optimierung ihrer Online-Präsenz“, erklärt Thomas Wusem.

Um an allen Punkten die Erwartungshaltung zu erfüllen, ist die einheitliche Datenbasis maßgebend. Ob im stationären Handel oder online, die Kunden erwarten ein Zusammenspiel der POS. Vor allem in der Möbelindustrie wird oft im Laden das Möbelstück ausgesucht, dieses danach im Internet einem Preisvergleich vollzogen und im Anschluss am Ort des Vertrauens gekauft oder bestellt. Von Relevanz ist dabei, wo das Einkaufserlebnis am schönsten und der Informationsgehalt am höchsten ist. Einkaufen soll Spaß machen, daher bieten einige Möbelhändler bereits Virtual Reality Showrooms an, um die Wirkung des Einkaufs bereits am Aufbauort, sprich den eigenen vier Wänden, einmal sichtbar zu machen.

Logistiker am Point of Sale

Das Planen und Einrichten ist ebenfalls eine wichtige Tätigkeit von Möbellogistikexperten, denn sie können über Zusatzleistungen das Einkaufserlebnis ebenfalls positiv beeinflussen. Immer mehr Geschäfts- sowie Privatkunden erwarten eine Lieferung inklusive Aufbau der Möbelstücke. Somit wird der Dienstleister zum wichtigen Bestandteil der Kundenbeziehung und oft auch zum Gesicht des Möbelhändlers. „Der POS mag variieren, aber die Qualität unserer Kundenbetreuung und der Dienstleistungen muss unabhängig von der Art der Bestellung und dem Umfang der Leistung hoch sein. Deshalb führen wir zum Beispiel Probeläufe durch. Dabei wird gemessen, wie lange ein Aufbau eines spezifischen Möbelstückes dauert und die Qualität der Umsetzung wird geprüft. Diese Daten werden als Kalkulationsgrundlage für die Vor-Ort-Montage verwendet. Wir gewährleisten dadurch, dass die Monteure die höchste Servicequalität nachweisen und unsere Kunden erhalten eine Kostentransparenz“, kommentiert Thomas Wusem diesen Ansatz.

Der Einsatz von produktspezifischen Hilfsmitteln bei Umschlag, Transport, Lagerung und Auslieferung ist ein wichtiger Faktor für den Erfolg. Möbel sind nicht selten dadurch charakterisiert, dass sie sperrig und ungenügend verpackt sind. „Um die Qualitätskosten zu senken, achten wir bei Fiege darauf, dass die Waren so wenig wie möglich umgeschlagen werden – und wenn, dann allein von geschultem Personal. Das Two-Mann-Handling bei der Zustellung von grösseren Möbelstücken ist bei uns Standard“, so Thomas Wusem.

Check-Out beim Möbelkauf

Durch neue innovative POS-Lösungen hat sich auch die Bezahlung verändert. Kreditkarten, TwinT, Apple Pay und Samsung Pay sind Optionen, die von immer mehr Käufern genutzt werden. Die Bezahlung wird automatisiert und dies auch am POS selbst. Nachnahmen oder Bezahlungen bei Auslieferungen werden schon heute selten mittels Bargeld getätigt. „Finanzdienstleistungen gehören zum Alltag unseres Services. Denn wo Ware bestellt wird, muss diese selbstverständlich auch bezahlt werden. Also bietet es sich an, die aus den Warenströmen resultierenden Informationen auch für das Handling der Geldflüsse einzubeziehen“, so Thomas Wusem. Mehr über die Finanzdienstleistungen erfahren Sie im nächsten Beitrag zur Möbellogistik bei Fiege.

Über die
FIEGE Gruppe

Die Fiege Gruppe mit Stammsitz in Greven, Westfalen, zählt zu den führenden Logistikanbietern in Europa. Ihre Kompetenz besteht insbesondere in der Entwicklung und Realisierung integrierter, ganzheitlicher Logistiksysteme. Sie gilt als Pionier der Kontraktlogistik. Die Gruppe erwirtschaftete 2017 mit über 12.900 Mitarbeitern weltweit einen Umsatz von 1,55 Milliarden Euro. 185 Standorte und Kooperationen in 15 Ländern bilden ein engmaschiges logistisches Netzwerk. 2,9 Millionen Quadratmeter Lager- und Logistikflächen sprechen für die Leistungsfähigkeit des Unternehmens.