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Interview mit Matteo Horstmann
  • Matteo Horstmann
  • Seit Oktober 2016 bei FIEGE in Greven Reckenfeld tätig

HERR HORSTMANN, WAS HABEN SIE VOR FIEGE GEMACHT?

Zwei Semester in Köln auf Lehramt studiert. Ich musste aber feststellen, dass die Selbstdisziplin zum eigenständigen Lernen nicht meine Stärke ist. Nach zwei Semestern habe ich das Studium an den Nagel gehängt. Um Geld für meinen Lebensunterhalt zu verdienen, bin ich in die Zeitarbeit gegangen. Ich wollte möglichst schnell irgendeine Arbeit haben. Das ging durch die Leiharbeit am besten. Relativ schnell kam das Angebot, dass man mich hier übernehmen würde. So schnell kann das gehen und plötzlich sind 2,5 Jahre um. Jetzt habe ich einen unbefristeten Vertrag.

WAS HABEN SIE GELERNT?

Eine Berufsausbildung im herkömmlichen Sinn habe ich gar nicht. Eigentlich nur mein Abitur.

WIE IST IHRE STELLENBESCHREIBUNG JETZT?

Ich mache die gewerbliche Lagerpflege und Bestandskontrolle in unserer Abteilung. Das geht etwas in den kaufmännischen Bereich mit rein.

WAS GENAU MACHEN SIE DA?

Ich kontrolliere die Bestände. Sobald wir dort Unregelmäßigkeiten entdecken oder in der Kommissionierung irgendwelche Fehler aufgetaucht sind – etwa, dass ein Platz nicht bestückt war oder ähnliches – korrigiere ich das und passe die Bestände an. Das ist bei etwa 1,6 Millionen Teilen im Lager eine tagfüllende Aufgabe. Zwischendurch fahre ich auch mal eine Palette von A nach B, wenn sie falsch eingelagert wurde. Den Staplerführerschein habe ich letztes Jahr gemacht. Das sind meine Hauptaufgaben.

WARUM PASST FIEGE ZU IHNEN?

Was mich sehr und auch nachhaltig freut, ist die Tatsache, dass ich – obwohl ich keine Ausbildung abgeschlossen habe – hier trotzdem anerkannt werde. Das ich meine Fähigkeiten einsetzen kann. Genau das wird hier auch gefördert. Das ist heutzutage auf dem freien Markt nicht mehr selbstverständlich. Man wird als Mensch gesehen und es wird auch geschaut, wo die individuellen Fähigkeiten und Talente liegen.

WAS SCHÄTZEN SIE AM MEISTEN BEI FIEGE?

Allgemein empfinde ich die Arbeitsatmosphäre hier am Standort als sehr entspannt. Bis zu dem Punkt hin, wo der Meister halt mal laut werden muss, weil irgendwas nicht klappt. Das kommt in den seltensten Fällen vor. Insgesamt ist es ein sehr angenehmes Arbeiten. Sowohl mit den Vorgesetzten, als auch mit den Kollegen. Es gibt aus meiner Erfahrung heraus wirklich wenig Reibungspunkte. Es ist schon eine Menge wert, wenn man morgens zur Arbeit kommt und nicht direkt bei den ersten drei Begegnungen denkt: Boah, warum bin ich hier?

WÜRDEN SIE IHREN JOB ALS SPANNEN BEZEICHNEN?

Eine Routine entwickelt sich relativ zügig, aber ich muss sagen, dass ich eigentlich sehr viel Abwechslung habe. Klar, spannender geht immer. Wenn man aber breit aufgestellt ist und vom LKW-entladen bis zum -beladen den ganzen Prozess mitmachen kann, wird man auch dementsprechend eingesetzt. Es ist nicht so, dass man hier acht Stunden lang nur dasselbe tut.

Allgemein empfinde ich die Arbeitsatmosphäre hier am Standort als sehr Entspannt.

WENN IHNEN EIN FREUND ODER BEKANNTER SAGEN WÜRDE, ER ÜBERLEGE, BEI FIEGE ANZUFANGEN. WAS WÜRDEN SIE IHM SAGEN?

Ich würde es ihm empfehlen, weil sich jetzt gerade am Standort ganz viele neue Perspektiven auftun. Da bieten sich für viele Leute aus ganz verschiedenen Bereichen viele Möglichkeiten. Auch, um hier langfristig Fuß zu fassen. Ich habe auch schon zwei Bewerbungen von Bekannten hier eingereicht.

HAT DAS GEKLAPPT?

Die haben auf jeden Fall in naher Zukunft ihre Vorstellungsgespräche.

WAS MACHEN SIE IM PRIVATEN ALS AUSGLEICH?

Im Sommer spiele ich so viel wie es geht Beach-Volleyball. Fast jeden Tag, wenn das Wetter passt. Nach der Arbeit nach Hause, kurz duschen, etwas essen und dann ab in den Sand. Im Winter ist das ein bisschen schwierig. In der Halle zu spielen ist nicht so meins, wegen meinen Knien. Aber da ich in einer WG wohne, in der eigentlich immer was los ist, reicht es schon, nach Hause zu kommen. Ich bin dann immer recht schnell entspannt.