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Gesichter, Geschichten, Teams und Talente

Interview mit Ingrid Feger
  • Ingrid Feger
  • Sachbearbeiterin Lagerlogistik, Abteilung Retouren in Teilzeit
  • Seit 2013 bei FIEGE in Lahr

WIE SIND SIE AUF FIEGE AUFMERKSAM GEWORDEN?

Ich habe im Dezember 2013 eine 450€-Stelle gesucht und habe in der Jobbörse der Agentur für Arbeit die Anzeige gefunden. Ich habe mich dann für die Spätschicht in der Stückgut-Abfertigung beworben und habe die Stelle bekommen. Seitdem arbeite ich dort abends – eine Woche an zwei Tagen, die nächste Woche an drei Tagen im Wechsel. Ich habe mich gut eingebracht und komme immer gerne hierher, denn ich fühle mich sehr wohl. Dann war die Stelle für eine Elternzeitvertretung in der Retouren Abteilung zu besetzen. Ich wurde gefragt, ob ich daran Interesse hätte und dann habe ich das gemacht. Seitdem mache ich die Elternzeitvertretung in der Retouren Abteilung in Teilzeit, also sechs Stunden vormittags.

WIE WAR ES FÜR SIE IHRE STUNDEN ZU ERHÖHEN?

Das war kein Problem. Zu meiner Vorgeschichte: Gelernt habe ich Speditionskauffrau. Ich habe 14 Jahre in einem Logistikunternehmen in der Versandabteilung gearbeitet und bin dann in die Personaldienstleistung gewechselt. In dieser Branche war ich sieben Jahre selbstständig. Ich hatte also eine eigene Zeitarbeitsfirma, die ich in der Krise 2009 leider schließen musste und bin danach als Niederlassungsleiterin in einer Personaldienstleistung gewesen. Ich bin Jahrgang 1952. Daher bin ich seit März 2018 eigentlich in Altersrente, habe aber auch noch weitergearbeitet, weil es mir Spaß macht und ich mich gesundheitlich fit fühle. Später habe ich gemerkt, dass in der Personaldienstleistung alles immer schwieriger wird. Ich wollte das nicht mehr und habe aufgehört. Deswegen mache ich jetzt diese Teilzeitbeschäftigung und habe es auch noch keine Sekunde bereut.

WIE SIEHT IHR TYPISCHER ARBEITSTAG AUS?

Die Spediteure bringen täglich Retouren. Da sind Ladelisten mit der Info, von welchen Kunden, welche Reifen stammen dabei. Dann werden aufgrund der Ladeliste, die Rückholer, die wir schon haben, rausgesucht. Wenn wir keine Rückholer haben, müssen sie angefordert werden. Es werden Prüflisten erstellt, welche raus in die Retouren Abteilung gehen und die Reifen werden dann auf ihre Richtigkeit, Anzahl, usw. geprüft. Danach bekommen wir die Prüflisten wieder rein, sie werden weiterbearbeitet und die Reifen hier bei uns im Lager eingelagert. Der Hersteller bekommt die Meldung, dass die Reifen da sind und alles in Ordnung ist damit wieder eine Gutschrift an den Kunden erfolgen kann. Bei Unregelmäßigkeiten gehört auch ein Austausch über E-Mail oder Ablage zu meinen Aufgaben. Manchmal gibt es einen Reifen, der nirgendwo zugeordnet werden kann, dann muss man schauen, wo dieser dazugehört.

 

WIE LIEF DER WECHSEL VON IHRER LETZTEN ZUR AKTUELLEN POSITION?

Ich musste einige Dinge neu lernen. Der Ablauf in der Retouren Abteilung ist natürlich ein ganz anderer als in der Abfertigung. Da muss man sich dran gewöhnen. Das gleiche gilt auch für die Software – wie sie zu bedienen ist und welche Reihenfolge eingehalten werden muss. Aber das ist reine Einarbeitung und das kann man alles lernen. Meine Vorgängerin, die dann in Elternzeit gegangen ist, hat mich gut eingearbeitet.

WAS GEFÄLLT IHNEN BESONDERS AN IHRER ARBEIT?

Ich mache meine Arbeit gern, weil das ganze Umfeld stimmt und ob ich mit Reifen zu tun habe oder mit etwas anderem ist eigentlich egal. Man hat sein Aufgabengebiet, das man natürlich zügig und richtig machen soll. Das mache ich nach bestem Wissen und Gewissen und ich denke, ich mache es richtig (lacht). Dem Feedback nach, das ich bekomme. Die Zusammenarbeit ist in allen Abteilungen, mit denen ich zu tun habe, sehr sehr gut. Das muss ich wirklich sagen, ohne dass ich irgendetwas beschönigen möchte. Für mich persönlich ist das ein angenehmes Arbeiten.

KÖNNEN SIE EINE SITUATION BESCHREIBEN, DIE IHNEN BESONDERS IN ERINNERUNG GEBLIEBEN IST?

Lange Zeit war ich die einzige Frau, die in der Stückgutabfertigung gearbeitet hat. Obwohl ich mit Abstand die Älteste bin, hat man mich das nie spüren lassen. Ich bin also mit offenen Armen aufgenommen worden und das ist bis heute so geblieben. Wenn ich jetzt irgendwelche Fragen habe, egal in welcher Art und Weise, finde ich immer ein offenes Ohr .

WAS IST IHR AUSGLEICH ZUR ARBEIT?

Ich habe einen schönen Freundeskreis, bin in einem Verein engagiert, in dem ich Schriftführerin bin und ich lege sehr viel Wert auf meine Wohnung. Mir ist keine Sekunde langweilig. Ich kann mich immer beschäftigen und wenn mir gar nichts anderes einfällt, dann gehe ich mit dem Hund laufen. Der hält mich gesund,  fit und macht Freude. Was für mich mein ganzes Arbeitsleben wichtig war, dass ich etwas tun möchte, was sinnvoll ist.