Gesichter, Geschichten, Teams und Talente

Interview mit Günali Güngör
  • Günali Güngör
  • Lagerleiter
  • Seit 2010 bei FIEGE in Neuss

 

Welchen Beruf hast du gelernt?

Nach dem Fachabitur wusste ich nicht, was ich werden wollte. Als ich meine Ausbildung als Radio- und Fernseh-Techniker angefangen habe, habe ich schnell gemerkt, dass das nicht meine Welt ist. Stattdessen habe ich dann die Ausbildung als Fachkraft für Lagerlogistik bei FIEGE begonnen.

Wie bist du damals auf die Stelle bei FIEGE aufmerksam geworden?

Ich habe viele Bewerbungen geschrieben. Ich hatte zwar bei den Auswahltests immer gute Noten, jedoch fiel es mir sehr schwer, die Bewerbungsgespräche zu führen. Nach der zweiten oder dritten Absage war mein Selbstbewusstsein weg. Als ich dann mein Gespräch bei FIEGE hatte, stand ein Ausbilder vor mir, der gestrahlt hat. Er sagte zu mir, ich hätte das beste Ergebnis gemacht, dass er je gesehen habe – das hat mich sehr gestärkt. Dieser Ehrgeiz, den ich dadurch entwickelt habe und die Förderung durch FIEGE war für mich ein richtiger Push. Ich wollte durch die Ausbildung beweisen, was ich kann und ich bin immer noch stolz darauf, dass mein IHK-Prüfungsergebnis hier im Gebäude an der Wand hängt, weil ich einer der besten Azubis war.

Wie ging es nach deiner Ausbildung dann weiter?

In der Ausbildung konnte ich beweisen, dass ich sehr lernfähig bin und eine schnelle Auffassungsgabe habe. Als eine Stelle im Bürobereich neu besetzt werden musste, traute man mir zu, diese zu übernehmen. So war ich schon während meiner Ausbildung viel mehr im Büro und im Leitstand mit operativen Tätigkeiten beschäftigt, als in der Kommissionierung. Auch nach der Ausbildung habe ich dann einen solchen Job im Leitstand für Wareneingang und -ausgang bekommen. Nach circa einem halben Jahr wurde mir schon anvertraut, ein Team zu führen und ich konnte Prozesse überarbeiten und verbessern.

Wie wurdest du auf die Führungsposition vorbereitet?

Ich bin schon ein bisschen ins kalte Wasser geworfen worden. Mir wurde aber vermittelt, dass ich Eigenschaften habe, mit denen ich die Leute leiten und motivieren kann. Bei offenen Fragen wurde ich gut unterstützt. Das war das Schöne. Meine Vorgesetzten sagen immer: „Günni, etwas nicht zu können, ist nicht schlimm. Es ist besser vorher ehrlich zuzugeben, wenn irgendetwas nicht klappt, dann können wir das zusammen klären.“ Wenn bei mir also irgendetwas nicht klappt, dann habe ich gelernt, das nicht zu vertuschen, sondern offen und ehrlich zu sagen, dass ich einen Fehler gemacht habe. Genauso mache ich das heute mit allen Kollegen in meinem Umfeld.

Bei der Teamleiterposition ist es ja nicht geblieben.

Stimmt, ich habe selber gesagt, dass ich mich weiter entwickeln möchte und eine Weiterbildung als Betriebswirt mit dem Schwerpunkt Logistik bei der IHK angefangen. Als mein damaliger Vorgesetzter dann eine neue Position angenommen hat, wurde mir seine Stelle als operativer Leiter angeboten. Ich war mir unsicher, ob ich dafür bereit bin. Das war wieder ein kleiner Schubser ins kalte Wasser, aber auch eine Bestätigung dafür, dass man mich wirklich fördert.

Wenn du FIEGE mit einem einzelnen Wort beschreiben solltest, welches wäre das?

Familie.

Wie würdest du den Umgang bei FIEGE beschreiben?

Familie. (lächelt) Wir sind ein sehr gut zusammengewachsenes Team. Natürlich kann es auch mal vorkommen, dass man sich nicht versteht, aber dann trinkt man zusammen einen Kaffee und schafft die Probleme aus dem Weg – so wie in einer Familie. Wenn man Hilfe braucht, wird man unterstützt. Es ist ein starker Zusammenhalt da. Das finde ich bei FIEGE so wunderschön. In Meetings spürt man eine gebündelte Kraft, und man merkt, dass man gemeinsam etwas bewegt. Genau wegen dieser Situationen gehöre ich einfach gerne zur FIEGE-Familie.

In Meetings spürt man eine gebündelte Kraft, und man merkt, dass man gemeinsam etwas bewegt.

Findest du deine Arbeit spannend?

Ja, definitiv. Es ist sehr kreativ und jeden Tag etwas Neues. Die Kunden haben immer wieder neue Anforderungen und wir wollen die Prozesse und die Qualität ständig verbessern, damit wir die Kundenzufriedenheit weiter erhöhen können.

Was ist dein Ausgleich zur Arbeit?

Mein Ausgleich ist meine Frau – sie ist mein Anker. Wenn ich mal nach einem stressigen Tag hier rausgehe und den Kopf komplett voll habe, dann ist das meiste schon wieder vergessen, sobald ich mit ihr zusammen bin. Am Wochenende besuchen wir regelmäßig unsere Familien. Wir sind beide türkisch und haben eine große Familie, die auch über Deutschland verteilt wohnt. In diesem Jahr waren wir zum ersten Mal als Ehepaar zusammen in der Türkei.

Möchtest du zum Schluss noch etwas über FIEGE sagen?

Eine Sache, die hier toll ist: Jeder unterstützt jeden. Wenn man irgendetwas besonders gut kann, behält man es nicht für sich, sondern teilt sein Wissen. Es gibt keine Wichtigtuerei. Ich muss ehrlich sagen, FIEGE hat viel an meinem Leben verändert. Ich habe schnell gemerkt, dass FIEGE mir vertraut und mich fördert. Ich bin hier nicht nur einer von ganz vielen, sondern bekomme gezeigt, dass ich etwas Besonderes bin.