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Interview mit Gerrit Heinke
  • Gerrit Heinke

  • Abteilungsleiter

  • Seit 20 Jahren bei FIEGE

 

HERR HEINKE, MÖGEN SIE IHREN BERUFLICHEN WERDEGANG EINMAL SKIZZIEREN?

Jahrgang 1975, in Greven geboren und zur Schule gegangen. Danach die Höhere Handelsschule in Emsdetten besucht, Zivildienst gemacht und anschließend bei FIEGE angefangen.

WAS IST IHRE POSITION HIER IM UNTERNEHMEN?

Im Moment bin ich Abteilungsleiter für zwei Abteilungen. Ich habe ungefähr 60 Leute bei mir im Team.

WIE GENAU SIND SIE ZU FIEGE GEKOMMEN? SIE HATTEN VORHIN ERWÄHNT, DASS SIE SCHON IN DER DRITTEN GENERATION HIER ARBEITEN?

Mein Großvater hat hier schon auf dem Lager gearbeitet. Mein Vater ist Ende der 1970er-Jahre – noch am Grünen Weg – in der Spedition angefangen. Zu der Zeit war FIEGE „nur“ in Greven, Hamburg und Bremen vertreten. Mein Vater ist mit nach Reckenfeld umgezogen und war bis zu seiner Rente bei FIEGE tätig. Ich bin dann eigentlich durch einen Zufall zu FIEGE gekommen. Ich kannte die Firma natürlich schon und hatte hier auch immer wieder Ferienjobs gemacht. Eines Tages, als ich meinen Vater von der Arbeit abholte, meinte der Speditionsleiter: „Du bist fertig mit deiner Ausbildung und deinem Zivi? Hast du nicht Lust bei uns zu arbeiten? Übernächste Woche kann es losgehen. Hier kommt auch noch ein Neukunde rein.“ Dann haben sie mir die Gegebenheiten gezeigt und das alles hat mein Interesse geweckt. Seitdem bin ich dabei.

WELCHE AUSBILDUNG HABEN SIE GEMACHT?

Ich bin gelernter Groß- und Außenhandelskaufmann und habe bei einem Unternehmen in Greven gelernt.

OKAY, DANN PASST DAS JA.

Ja, genau. Das Thema Logistik wird dort in der Ausbildung auch schon angerissen. Den Rest lernt man dann hier.

WARUM PASST FIEGE ZU IHNEN?

FIEGE passt zu mir, weil FIEGE trotz der gewachsenen Größe immer noch einen familiären Charakter hat. Das merkt man im Umgang miteinander und in den Strukturen. Deshalb ist es ein Unternehmen, von dem ich klar sagen kann, dass passt zu mir und auch zur Gegend hier. Ich wäre nicht so lange hier, wenn es mir nicht gefallen würde.

WAS IST IHNEN WICHTIG BEI IHRER ARBEIT?

Das Allerwichtigste ist mir, dass wir für das gesamte Team und für den Kunden den bestmöglichen Weg gehen. Es beißen sich ja immer wieder Sachen. Der Kunde hat seine Vorstellungen, der Staat hat seine Vorstellungen, die Kollegen haben ihre Vorstellungen, die Geschäftsleitung hat ihre Vorstellungen. Mir ist es das Wichtigste, dass man alle externen und internen Stellen zusammen bekommt und den besten Weg, die beste Lösung findet. Da ist Kommunikation – das direkte Gespräch – eigentlich das Wesentliche.

ALSO DASS MAN SICH VERNÜNFTIG MITEINANDER AUSTAUSCHEN KANN? DER UMGANG MITEINANDER?

Ganz genau. Wenn es mal mit irgendwas nicht gut lief oder man selber mal etwas nicht gut gemacht hat, dann bricht sich keiner einen Zacken aus der Krone, sich einzugestehen: „Meine Entscheidung war nicht korrekt. Wie seht ihr das?“ Und sich einfach auch mal das Feedback von den Leuten einzuholen ist wichtig. Vor allem aber auch, die Leute bei Entscheidungen mitzunehmen und sie in diesen Prozess bis zu einem bestimmten Grad auch zu integrieren. Alles, was sie selber mitentscheiden und abnicken, werden sie nachher nicht wieder revidieren. Bekommt man Entscheidungen einfach nur überstülpt, kann jeder sagen: „Das haben die da oben sich ausgedacht.“

FINDEN SIE IHREN JOB SPANNED?

Mein Job ist sowas von aktionsreich. Man hat so seine strukturellen Sachen, die man tagtäglich macht, aber was dann auf einen zukommt, ist eigentlich genau das, was Spaß macht. Es ist selten so, dass ein Tag, wie geplant über die Bühne geht. Es kommt jeden Tag etwas von außen, was von oben, was von unten und das ist auch etwas, was es mit ausmacht. Ich könnte keinen stumpfen Buchhalterjob machen, bei dem ich morgens den Stapel links auf dem Schreibtisch habe und abends habe ich den Stapel rechts. Klar, manchmal ist die Logistik auch sehr sprunghaft, sehr stressig und es gibt Situationen, in denen man sich fragt: „Wie ist das in dem Zeitrahmen noch zu schaffen?“ Aber ganz unterm Strich ist es eine flexible, spannende Aufgabe. Ich denke auch für jemanden, der gerne mit Menschen umgeht. Gerade jetzt auch in Hinblick auf das Thema Integration. Ich habe allein bei mir 15 Nationalitäten im Team und das geht alles gut. Wenn man will. Das macht mir Spaß.

WAS FÜR EINEN AUSGLEICH ZUR ARBEIT HABEN SIE?

Mein Ausgleich ist meine Familie und unser Hund. Das ist mein tatsächlicher Ausgleich. Da kann ich wirklich abschalten und das ist auch notwendig. Die Life-Work-Balance muss einfach stimmen. Wenn du jeden Tag hart arbeitest und teilweise wirklich unter Dampf bist, muss man einfach auch wirklich runterkommen. Dann einfach raus mit dem Hund in die Landschaft, Spazierengehen oder mit den Kindern etwas unternehmen. Das ist es, was es bei mir ausmacht.

ALSO EINE DEUTLICHE TRENNUNG ZWISCHEN FREIZEIT UND ARBEIT?

Genau, das muss sein. Genauso beim Thema Urlaub. Da mache ich dann auch wirklich Urlaub. Außer wenn irgendwelche privaten Projekte anstehen. Ansonsten bin ich dann auch wirklich mit dem Kopf im Urlaub. Das muss einfach sein.

WENN SIE FIEGE MIT EINEM EINZELNEN WORT BESCHREIBEN SOLLTEN. WAS WÜRDE IHNEN SPONTAN DAZU EINFALLEN?

Innovation.

GIBT ES IM PRIVATEN NOCH ANDERE INTERESSEN NEBEN DER FAMILIE? LESEN SIE GERNE?

Ich bin absoluter Science-Fiction-Fan, zum Beispiel von „Batteltech“. Das ist eine sehr große Reihe und spielt im Jahr 3054. Die lese ich. Oder aus einem anderen Bereich. So etwas wie Peter Scholl-Latour, Gesellschaftsgeschichte und Politik. Das ist zwar ein großer Unterschied, aber ich lese gerne mal so ein Buch so und dann wieder etwas anderes.

WENN JEMAND AUS DEM BEKANNTENKREIS IHNEN SAGT, ER ÜBERLEGT, SICH BEI FIEGE ZU BEWERBEN. WAS WÜRDEN SIE IHM ANTWORTEN?

Also, unser Nachbar fängt in 1,5 Wochen hier an.