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Gesichter, Geschichten, Teams und Talente

Interview mit Boris Awdejew
  • Boris Awdejew
  • Head of Information Security & Group Chief Information Security Officer (CISO)
  • Seit August 2020 bei FIEGE

HALLO HERR AWDEJEW, STELLEN SIE SICH GERNE kurz VOR!

Mein Name ist Boris Awdejew, ich bin 37 Jahre alt und habe technische Informatik studiert. Ursprünglich komme ich aus der technischen Ecke, z.B. habe ich bereits Roboter programmiert. In meiner beruflichen Laufbahn habe ich mich auf Information Security und Datenschutz fokussiert. Direkt nach meinem Studium habe ich in dem Bereich Security Consulting als Berater angefangen. Ich war u.a. External Analyst bei großen Mobilfunkanbietern und für weitere renommierte Unternehmen in Deutschland tätig. Danach habe ich die Seite gewechselt und eine interne Position eingenommen. Als Chief Information Security Officer eines Großhandelsunternehmens war ich für sämtliche Aspekte der Informationssicherheit zuständig. Bei FIEGE bin ich nun Head of Information Security & CISO.

WIE SIND SIE AUF FIEGE AUFMERKSAM GEWORDEN?

FIEGE ist in der Logistikbranche ein großer Player. Mein vorheriger Arbeitgeber gehört auch zu dieser Branche, wodurch ich FIEGE bereits als Branchenkollege kannte. Schon damals habe ich mich mit Logistikprozessen, Warehouse Management etc. beschäftigt und wollte daher gerne in der Branche bleiben.

WAS SIND IHRE AUFGABEN BEI FIEGE?

Bei FIEGE habe ich zwei Hauptaufgaben. Information Security wird hierbei aus zwei Blickwinkeln betrachtet: Zum einen mit dem Ziel von Operational Excellence. Unsere Kernprozesse in der Logistik sind auf die IT angewiesen. Damit die IT einwandfrei funktioniert, benötigen wir also Information Security. In dem Sinne ähneln sich Information Security und IT-Quality Management. Aus dem anderen Blickwinkel haben wir Kundenanforderungen in Bezug auf Information Security. Besonders sensibel in Bezug auf Informationssicherheit ist vor allem die Business Unit Healthcare, aber auch die Omnichannel Retail und Consumer Goods. Zusammenfassend handelt es sich um Compliance-Anforderungen, sei es vertragliche Bestimmungen mit den Bestandskunden oder auch gesetzliche Vorgaben, z.B. hinsichtlich Schutzes der Mitarbeiterdaten. Zudem nimmt FIEGE aktiv an Tendern teil. In fast jeder dieser Ausschreibungen findet man heutzutage Information Security Anforderungen (z.B. gemäß ISO 27001), die sich mittlerweile zum Standard etabliert haben. Vor diesem Hintergrund wird bei uns aktuell ein Information Security Management System (ISMS) nach ISO 27001 aufgebaut.

WAS WAREN BISHER IHRE HIGHLIGHTS IN DER IT-WELT VON FIEGE?

FIEGE setzt gezielt auf Cloud Computing und künstliche Intelligenz. Wir betätigen Technologien mit künstlicher Intelligenz, indem wir z.B. Angriffe von außen erkennen. Mehrere Informationsquellen müssen gleichzeitig ausgewertet werden und das ist allein mit menschlichen Fähigkeiten aufgrund der Menge nicht umsetzbar. Daher werden diverse Quellen zusammengelegt, bewertet und letztlich gesagt, ob es nach einem Cyber Angriff aussieht oder nicht. Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz können diese Daten in Echtzeit ausgewertet werden und entsprechend reagiert werden. Darüber hinaus verwenden wir in den Lägern Technologien, die als Internet of Things bezeichnet werden. Mich freut es bei FIEGE mit modernen Technologien in Berührung zu kommen.

WIE HALTEN SIE SICH IN IHREM FACHGEBIET AUF DEM LAUFENDEN?

Neben dem Lesen verschiedener Artikel und Bücher, nehme ich an diversen Events teil. Für mich persönlich ist es wichtig im Austausch mit Branchenkollegen zu stehen. Um meine Ansätze up-to-date zu halten und abzusichern, brauche ich Sparring Partner. Zum Beispiel gibt es verschiedene Veranstaltungen, auf denen ich mich mit anderen Experten austauschen kann. Ich war bereits mehrmals als Referent und Moderator dabei. Das mache ich nicht nur in Deutschland, ich war bspw. auch Mitglied des CISO Circles auf der Gartner Konferenz in London. Dadurch kann ich einen Austausch auf internationaler Ebene sicherstellen.

Zudem wurde mir die Ehre erteilt, als Vertreter von FIEGE in der Jury des Cyber Security Start Up Pokals zu sitzen. Auf dem Event in Deutschland haben Unternehmen die Möglichkeit, ihre eigenen jungen Unternehmer vorzustellen. In der Jury saßen u.a. auch CEOs großer Unternehmen, die diese Start-Ups in Hinsicht auf praktische Anwendbarkeit bewerteten. Dabei ist mir aufgefallen, dass über die Hälfte der Start-Ups in die Richtung Digital Identity gingen. Man könnte es einfach als Schutz vor „Diebstahl einer digitalen Identität“ beschreiben. Auch in der FIEGE IT-Welt verfolgen wir das Thema der Digital Identity.

WIE IST DIE ARBEITSATHMOSPHÄRE IN IHREM TEAM?

Die Atmosphäre ist motivierend, dynamisch und sehr zielorientiert. FIEGE ist ein familiengeführtes Unternehmen und das merke ich. Ziel ist es, das Unternehmen nachhaltig weiterzuentwickeln. Insofern haben alle Kolleginnen und Kollegen das Interesse, etwas zu bewegen und FIEGE einen Schritt nach vorne zu bringen. Ich schätze die proaktive Zusammenarbeit mit meinem Team sehr. Ich sehe hier weniger Formalismus, sondern mehr praktische Orientierungen. Das sehe ich auf der Führungs- sowie Mitarbeiterebene zum ersten Mal in einem Unternehmen. Ich spüre das aktive Interesse der Führungsebene an der Arbeit und das fördert auch die Motivation.

WIE WÜRDEN SIE FIEGE MIT EINEM WORT BESCHREIBEN?

Vital. Ich habe in meiner beruflichen Laufbahn bereits einige Unternehmen kennengelernt. Jedes Unternehmen entwickelt sich entweder aufwärts oder abwärts. Im Vergleich zu FIEGE habe ich bisher noch kein Unternehmen erlebt, welches so großartig bergauf geht. Ich möchte Teil dieser Erfolgsgeschichte sein. Denn FIEGE ist sehr lebhaft und bunt. Es gibt verschiedene Läger, die teilweise ein eigenes Universum sind und unterschiedliche Schwerpunkte sowie Anforderungen an Security haben. Mittlerweile habe ich ein Gefühl dafür bekommen, diese Unterschiede wahrzunehmen und zu verstehen, wie FIEGE funktioniert.