Wählen Sie ein anderes Land oder eine andere Region, um Inhalte für Ihren Standort anzuzeigen.

Gesichter, Geschichten, Teams und Talente

Interview mit Benjamin Wiens
  • Benjamin Wiens
  • Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung
  • Seit 2009 bei FIEGE, aktuell tätig als Business Intelligence Product Manager im Information Management-Team
  • Im Februar 2019 hat Benjamin Wiens zusammen mit seinem Kollegen Thorsten Sbrzesny ein Ideenstipendium des Venture Clubs Münster gewonnen. Hier geht es zum Instagram-Beitrag.

WAS HAST DU GELERNT UND WIE BIST DU AUF FIEGE GEKOMMEN?

Ich habe mein Abitur gemacht und dann angefangen Geo-Informatik zu studieren. Irgendwann habe ich gemerkt, dass ich etwas Handfestes brauche. Ich habe mich für den Ausbildungsberuf als Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung hier in Greven bei der LIS AG entschieden. Nach Abschluss meiner IHK-Prüfung hat mich mein damaliger Mentor mit zu FIEGE genommen, um dort bei der Projektimplementierung zu unterstützen. Ich hatte gewisse Skills, die ich dort direkt einsetzen konnte. Bei meinem alten Arbeitgeber hatte ich lange die Rolle des Key Accounts mit einer speziellen Berechtigung für die Entwicklung für den Kunden. Dann hat mich ein damaliger Kollege gefragt, ob ich nicht Lust hätte zu FIEGE zu wechseln. Die Nähe und das familiäre Umfeld haben mich gereizt zu FIEGE zu kommen, da es einfach zu mir passt.

SEIT WANN ARBEITEST DU BEI FIEGE?

Ich bin seit 2009 bei FIEGE. Eingestiegen bin ich als Projektmanager und habe bei der Implementierung von Transport Management Systemen mitgewirkt. Ich hatte die Aufgabe, Projekte zu leiten, aber auch die Systeme so anzupassen, dass z.B. das alte Transport System in Köln abgeschaltet werden konnte und die Daten auf das neue System rüber gehoben werden konnten. Das heißt Kundenauftragsdaten sind eingegangen, die Kollegen aus der Disposition haben die Sachen disponiert und so konnte die Ware aus dem Lager an die Endverbraucher zugestellt werden. Das war mein erster Werdegang bei FIEGE.

Dann kamen als nächstes Rangsdorf und die Schweiz als Implementierung. In der Schweiz war es ein etwas größeres Projekt, wir haben den gesamten Nahverkehr in der Schweiz an sieben Standorten mit einem zentralen Transport System versorgt. Einer Bekanntschaft von mir, damals Controller in Köln, hatte ich QlikView gezeigt. Dabei handelt es sich um eine BI Softwarelösung. Wir brauchten nämlich eine Standardsoftware, die zukunftsfähig ist.

Insofern war ich dann zweigleisig auf dem Weg: Zum einen als Implementation Manager, aber ich konnte auch weiterhin meiner technischen Leidenschaft folgen: Der Entwicklung und dem Aufbau von Infrastruktur sowie der Programmierung von Datenmodellen und Reportings.

WAS SIND AKTUELL DEINE TÄTIGKEITEN BEI FIEGE?

Ich bin aktuell in der Information Management (IM) Abteilung und bin dort BI Product Manager. Das heißt ich verantworte und betreue das gesamte Produktportfolio, welches in BI reinfällt. Sprich, die Informationsversorgung der unterschiedlichen Einheiten. Es gibt bei FIEGE operative (z.B. Lager) und strategische Einheiten (z.B. Controlling). Diese Daten bereiten wir auf und bauen darauf Visualisierungen. Das sind Kennzahlen, um den Leuten ihr Tagesgeschäft innerhalb eines Reportings anzuzeigen. Dazu gehört es auch, ein Entwickler und BI Architekt zu sein. Wir haben bei FIEGE eine sehr heterogene Systemlandschaft, also nicht nur ein System, in dem alle unsere Daten drinstecken. Für jeden Standort gibt es eine Lösung. Für die Lagerverwaltung haben wir z.B. allein zehn Software Produkte mit unterschiedlichem Customizing.

WOFÜR STEHT DIE ABKÜRZUNG „BI“?

BI steht für Business Intelligence. Wir beschäftigen uns damit, operative Daten und Zahlen in Informationen umzuwandeln und diese dann der operativen Ebene bereitzustellen, um ihr Geschäft zu steuern. Um nicht nur Bauchentscheidungen zu treffen, sondern um daten- und faktenbasierte Entscheidungen treffen zu können – also „Data driven“ (siehe unten) zu sein. Das sind dann Performance Analysen, in denen man sehen kann, wie viel bereits abgearbeitet ist.

Wir haben unsere BI Lösung zu einem Produkt entwickelt. Seit 2019 beschäftigen wir uns mit dem nächsten Level, welches wir erreichen wollen und müssen. Das heißt wir wollen „Cloud ready“ und „Data driven“ werden und gehen zu Azure Microsoft. Wir werden dort das Tool Stack nutzen, einen sogenannten Werkzeugkoffer, sodass wir die jetzige Lösung migrieren können.

 

FIEGE passt zu mir, weil das Unternehmen auf meine Bedürfnisse eingeht. Da wo ich hin möchte, geht FIEGE mit mir.

WAS WAR DEIN PERSÖNLICHES HIGHLIGHT DER LETZTEN JAHRE BEI FIEGE?

Da gibt es einige. Im Prinzip ist jeder Tag für mich ein Highlight, da es immer eine Herausforderung gibt, die wir lösen können. FIEGE ist sehr lösungsorientiert, das sieht man schon an unseren logistischen Lösungen. Wir setzen um und packen an. Das ist genauso bei der IT. Ein riesiges Highlight ist für mich der Technologie Wechsel, weil FIEGE in dem Umfeld Neuland betritt. Wir sind mit die ersten, die mit ihrer BI Anwendungen in die Azure Cloud (Microsoft) wechseln. Wir haben tolle Unterstützung von Microsoft selbst, was immens Spaß macht.

Mein zweites Highlight ist für mich die Teilnahme an der Innovation Challenge. Da haben wir ein Projekt konzipiert, mit dem wir optimale Laufwege ausfindig machen können. Daraus können Optimierungen der Prozesse für FIEGE abgeleitet werden. Bei der Challenge den dritten Platz zu belegen, war für uns ein großes Highlight. Aber auch, dass wir beim Venture Club mit der gleichen Idee gestartet sind und eines der drei Stipendien gewonnen haben. Wir haben uns gegen sehr viele Konkurrenten durchgesetzt, das war nebenher einfach großartig.

INWIEFERN PASST FIEGE ZU DIR?

FIEGE passt zum einen zu meiner technischen Ausrichtung. Es ist spannend, so viele technische Systeme zu haben und die Herausforderung, die Informationen ans Tageslicht zu bringen und damit anderen Menschen zu helfen. Das ist heutzutage sehr wichtig und wird auch immer wichtiger damit man wettbewerbsfähig bleibt.

Es ist auch das persönliche und private, was FIEGE und mich sehr verbindet. Es funktioniert alles im Team und es ist alles immer eine Zusammenarbeit. Hier greifen die Zahnräder einfach gut ineinander und die Kommunikation funktioniert einfach. Es gibt flache Hierarchien und Strukturen, die es einem erlauben in der IT effizient zu arbeiten. Sobald man eine Lösung herbeigebracht hat, wird man dabei unterstützt die Extrameile zu gehen und noch mehr aus den Lösungen, die man schon geschaffen hat, rauszuziehen. Es wird auch akzeptiert, wenn man erst fehlschlägt. Fehlertoleranz wird bei FIEGE gelebt. Es wird keinem ein Vorwurf gemacht, sondern man wird motiviert. Es ist schon wie eine Familie, denn man kommt im Prinzip mit jedem Kollegen gut klar. Wir arbeiten auch mit einem großen serbischen Team aus ca. 60 Kollegen zusammen, welches sich sehr schnell integriert. Sie fühlen sich auch sehr wohl und identifizieren sich mit FIEGE. Das ist nicht nur in der IT so, sondern in der gesamten FIEGE-Welt so.

WAS WÜRDEST DU EINEM BEWERBER BEI FIEGE RATEN?

Es einfach zu machen. Ich mache selbst auch viel Werbung für FIEGE und führe Bewerbungsgespräche. Zuletzt hat mich eine Mutter einer Klassenkameradin meiner Tochter angesprochen. Sie möchte hier als Juristin anfangen und fragte mich, wie das Klima hier ist. Ich sagte dann, FIEGE passt zu mir. Ich würde jedem Bewerber empfehlen sich bei FIEGE zu bewerben und sich die Angebote anzugucken. FIEGE hat viele spannende Felder. Wenn eines davon nicht passt, lässt sich mit Sicherheit ein anderes Feld finden. Das war bei mir genauso: vorher gab es auch noch keinen BI Bereich. Ich habe also eine eigene Lösung mit meinem Team geschaffen und wenn ich das schaffe, dann schaffen andere das auch.

WAS MACHST DU GERNE IN DEINER FREIZEIT?

Ich habe zwei Sportarten, die ich in meiner Freizeit mache. Judo mache ich schon seit meiner Kindheit. Ich bin bei der TG Münster und trainiere dort. Das zweite ist eine Leidenschaft, die sich vor zwei Jahren entwickelt hat. Ich mache Strong Viking, das sind Hindernisläufe. Das kann ich jedem empfehlen! Das mache ich sehr intensiv und habe schon einige Kollegen dazu angefixt.

 

* Was ist das Data Driven Company (DDC) Programm? 
FIEGE soll Data Driven werden und wir wollen es definitiv umsetzen. Mit unseren jetzigen Lösungen kommen wir weiter und können den nächsten Schritt gehen. Hierzu arbeiten IT und Fachabteilungen eng zusammen. Das ist nicht üblich. Dazu haben wir ein gutes Team, das BI Core Team aufgebaut. Das Team ist zusammengewürfelt aus Information Management Kollegen und Mitarbeitern aus dem Controlling. Das Datenmanagement ist auch dabei, diese Abteilung ist bei uns recht frisch. Sie machen die Daten bei FIEGE hochwertiger und auswertbar. Die Grundsäulen für das DDC sind verschiedene: Das Data Warehouse, die Datenvisualisierung, das Master Data und Meta Data Management und letztlich die Content Projekte. Wenn unsere Daten für qualitativ hochwertig gemacht wurden sind, können wir die Westphalia Data Labs mit ins Boot holen. Diese können dann auf unseren Daten z.B. Forecasts machen. Das heißt, die Zusammenarbeit wird noch enger.