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Interview mit Amir Bedoui
  • Amir Bedoui
  • Lagermitarbeiter Wareneingang
  • Seit 2016 bei FIEGE

 

HERR BEDOUI, SEIT WANN SIND SIE IN DEUTSCHLAND?

Ich komme gebürtig aus Tunesien und bin seit zehn Jahren hier. Ebenso lange bin ich verheiratet und wir haben eine dreijährige Tochter.

WAS HABEN SIE GELERNT?

In Tunesien habe ich in der Tourismus-Branche gearbeitet. Aber hier in Deutschland habe ich immer im Lager gearbeitet.

WAR DAS AUCH IN DER NÄHE VON GREVEN?

Nein, ich wohne in Laer. Ich habe in Horstmar drei Jahre über eine Zeitarbeitsfirma gearbeitet. Irgendwann hatte ich keine Lust mehr auf Zeitarbeit, auch aus Geldgründen.

Im Internet habe ich mir die Bewertungen und Mitarbeitermeinungen zu FIEGE angeschaut und bin dann selber aktiv geworden. Ein paar Wochen nach meiner Bewerbung kam der Brief mit einer Einladung zu einem Vorstellungsgespräch. Darüber habe ich mich sehr gefreut. Im Dezember war ich einen Tag zum Probearbeiten hier und konnte mir alles anschauen. Es war alles so, wie ich es mir vorgestellt und gewünscht habe. Anfang Januar 2016 konnte ich hier angefangen.

LIEF DAS AUCH ÜBER EINE ZEITARBEITSFIRMA?

Nein, ich habe direkt bei FIEGE angefangen. Darüber habe ich mich sehr gefreut. Ich bin glücklich und zufrieden.

WÜRDEN SIE SAGEN, FIEGE PASST ZU IHNEN?

Ja. Das ist einfach mein Job. Die Arbeit im Lager und alles drumherum. Verpacken, kommissionieren, einladen, ausladen. Das macht mir Spaß. Ich verstehe mich mit fast allen Kollegen. Man muss sich nicht mit allen gleich gut verstehen, aber mit vielen verstehe ich mich sehr gut. Der Chef kommt und begrüßt einen per Handschlag. Er fragt, wie es einem geht und ob etwas fehlt. Regelmäßig haben wir Gespräche in denen gefragt wird, was wir brauchen, um unsere Arbeit gut machen zu können. Auch unser Lagermeister ist ein super Typ. Der ist ähnlich alt wie ich und der versteht sich mit jedem hier. Ich komme mit ihm gut klar. Auch mit dem zweiten Teamleiter. Ich habe hier keine Probleme. Macht man seine Arbeit, dann bekommt man hier auch den entsprechenden Respekt. Es läuft einfach. Am Anfang kannte ich hier keinen und war ein bisschen schüchtern, aber nach kurzer Zeit war dann alles in Ordnung.

WAS IST IHNEN BEI DER ARBEIT WICHTIG?

Wichtig ist mir der Respekt und den bekomme ich hier. Keiner sagt hier einfach „Ay, mach du das…“. Bei uns gibt es immer ein „Bitte“ und „Danke“. Man wird auch vernünftig gefragt. Es wird nicht einfach gesagt: Du machst das jetzt! Eigene Ideen können mit eingebracht werden und die eigene Meinung ist auch gefragt. Dann wird auch auf den Rat gehört. Das ist hier alles in Ordnung. Die Meinungen werden wertgeschätzt. Das ist nicht selbstverständlich. Jeder, der hier zur Arbeit kommt, weiß ganz genau, was er machen soll. Wenn man es mal nicht weiß, muss man eben fragen. Wir sind als Team hier und versuchen gemeinsam auch unsere Quoten (Kundenzufriedenheit) zu schaffen. Wir arbeiten alle gemeinsam daran, dass unser Kunde zufrieden ist.

HABEN SIE AUCH EINEN STAPLERFÜHRERSCHEIN GEMACHT?

Ich habe ihn bisher noch nicht, aber es ist geplant, dass ich ihn mache. Das wird auch von FIEGE bezahlt. Hoffentlich noch dieses Jahr.

WAS SCHÄTZEN SIE IM UMGANG ZWISCHEN VORGESETZTEN UND DEN KOLLEGEN?

Jeder hat mal einen schlechten Tag, aber man bringt das hier nicht mit zur Arbeit. Auch der Chef grüßt wie immer und lächelt. Das bringt viel, wenn man sich als Mitarbeiter keine Sorgen machen muss und sich denkt: „Vielleicht ist er sauer auf mich“. Das ist hier ein gutes Klima. Ich möchte auch von Laer hierher umziehen. Ich überlege noch. Die Entfernung beträgt 28 Kilometer.

Eigene Ideen können mit eingebracht werden und die eigene Meinung ist auch gefragt.

WAS WOLLTEN SIE ALS KIND WERDEN?

Als Kind wollte ich Architekt werden. Mein Onkel war Architekt und ich habe immer zugeschaut, was er gemacht hat. Das hat mich sehr interessiert. Ich war aber in der Schule nicht so gut und habe dann später Sprachen gelernt und war im Hotelbereich tätig.

TUNESIEN IST AUCH FRANZÖSISCH GEPRÄGT, ODER?

Tunesien ist arabisch geprägt, aber es war früher eine Kolonie von Frankreich, deshalb sprechen wir auch Französisch.

SPRECHEN SIE AUCH ENGLISCH?

Ja, ich kann auch ein bisschen Englisch. Ich spreche Deutsch, Englisch, Französisch, Arabisch und ein bisschen Italienisch, weil ich in der Tourismusbranche gearbeitet habe und eine Ausbildung zum Barkeeper gemacht habe. Dann lernt man für die Touristen ein bisschen von den verschiedenen Sprachen.

WENN EIN BEKANNTER SIE FRAGEN WÜRDE, OB SIE DIE ARBEIT BEI FIEGE EMPFEHLEN KÖNNEN, WAS WÜRDEN SIE IHM ANTWORTEN?

Ich habe FIEGE schon zwei Leuten empfohlen. Der eine hat sich bereits beworben, der andere möchte noch.

SIE HABEN BEIDEN EMPFOHLEN, SICH ZU BEWERBEN?

Ja, auf jeden Fall! Der Verdienst ist okay und es ist auch keine Schwerstarbeit. Wir haben hier viele Maschinen. Niemand muss sich hier körperlich quälen. Doch, ich würde die Firma auf jeden Fall empfehlen.