Fiege ordert Roboterflotte bei Magazino

30 weitere Toru-Roboter bei Münchner Start-up bestellt

Greven/München, 31. August 2017. Der Logistikdienstleister Fiege Logistik hat 30 weitere Roboter bei dem Münchener Robotik Startup Magazino bestellt. Am Standort Ibbenbüren hat Fiege bereits drei intelligente Kommissionier-Roboter des Typs Toru in einem Schuhlager im Einsatz. Aufgrund der hohen Einsparungen und den positiven Erfahrungen wurde nun der Rollout mit einer ganzen Roboterflotte beschlossen. Fiege wird damit europaweit eine der größten Flotten von wahrnehmungsgesteuerten Robotern im Lager betreiben.

 Jens Fiege, Vorstand des Familienunternehmens, sagt zu dem neuen Auftrag: „Wir sind davon überzeugt, dass Roboter in der Zukunft eine große Bedeutung für die Intralogistik haben – besonders für Fulfillmentdienstleister.“ Daher habe Fiege sich zu einem sehr frühen Zeitpunkt dazu entschlossen auf diese Technologie zu setzen. „Wir sehen uns als Pioniere auf diesem Gebiet und entwickeln diese flexible Lösung gemeinsam mit unserem Partner Magazino weiter. Die Kommissionierung in unseren Lagern weiter zu automatisieren ist ein wichtiger Schritt zur Digitalisierung des Logistikzentrums“, sagt Jens Fiege. „Wir sind sehr stolz darauf, gemeinsam mit Fiege, die Digitalisierung in der Intralogistik so massiv voranzutreiben“, so Frederik Brantner, Mitgründer und CEO von Magazino. „Mit dem Einsatz von Toru bei Fiege zeigen wir, dass wahrnehmungsgesteuerten Robotern die Zukunft im Lager gehört“, so Brantner weiter.

 Flexible Automatisierung im Schuhlager

Zum Einsatz kommen die Roboter von Magazino unter anderem in einem E-Commerce-Standort von Fiege, in welchem die Bestellungen eines großen deutschen Schuhversenders bearbeitet werden. Dank zahlreicher Sensoren und Sicherheitstechnik arbeiten die Roboter dort bereits parallel zu den Mitarbeitern und räumen Schuhkartons in die Fachbodenregale ein bzw. wieder aus und bringen sie zur Versandstation.

Die Kommissionierung von einzelnen Artikeln spielt in der Lieferkette, gerade im boomenden Onlinehandel, eine der entscheidendsten Rollen. Die Endkunden erwarten eine fehlerfreie und immer schnellere Lieferung. Gleichzeitig stellen Personalmangel und Bestellspitzen die Dienstleister vor immer größere Herausforderungen. Zusätzlich ist die Kommissionierung aufgrund der Komplexität bisher überhaupt nicht, oder nur mit großem Aufwand und mit Abstrichen bei der Flexibilität, automatisierbar.

Digitalisierung mit intelligenten Robotern

Die Roboter von Magazino bekommen ihre Pick-Aufträge via WLAN vom Warenwirtschaftssystem und können über Computervision und dem Einsatz Künstlicher Intelligenz einzelne Objekte stückgenau picken – sowohl vom untersten als auch vom obersten Fachboden gängiger Fachbodenregale. Im internen Stauraum können die Roboter die gepickten Objekte zwischenlagern und somit mehrere Bestellungen in einem Lauf abarbeiten. Dank Sicherheitslasern nimmt der Roboter sowohl Hindernisse im Weg sowie Mitarbeiter in seiner Umgebung wahr – gleichzeitig kann sich Toru damit im Lager orientieren. Damit sind physische Veränderungen im Lager oder Markierungslinien am Hallenboden überflüssig. Einmal angelernt, kann der vernetzte Roboter über seine WLAN-Verbindung außerdem selbst erstellte Karten seiner Umgebung sowie Erfahrungen mit bestimmten Objekten oder Herausforderungen mit neuen Roboterkollegen teilen. Dadurch können die Roboter voneinander lernen und somit stetig besser werden.

Julian Mester
Pressestelle
Alle Texte und Bilder dieser Pressemitteilung dürfen zu redaktionellen Zwecken verwendet werden. Ein Pressepaktet zu dieser Meldung mit Bildern und Texten finden sie hier:

Über die

Fiege

Gruppe

Die Fiege Gruppe mit Stammsitz in Greven, Westfalen, zählt zu den führenden Logistikanbietern in Europa. Ihre Kompetenz besteht insbesondere in der Entwicklung und Realisierung integrierter, ganzheitlicher Logistiksysteme. Sie gilt als Pionier der Kontraktlogistik. Die Gruppe erwirtschaftete 2016 mit 12.338 Mitarbeitern weltweit einen Umsatz von 1,45 Milliarden Euro. 178 Standorte und Kooperationen in 15 Ländern bilden ein engmaschiges logistisches Netzwerk. 2,8 Millionen Quadratmeter Lager- und Logistikflächen sprechen für die Leistungsfähigkeit des Unternehmens.